OpenAI beginnt damit, Werbung in ChatGPT zu testen – zunächst in den USA. Was auf den ersten Blick nach „noch einem neuen Werbeformat“ klingt, ist strategisch deutlich größer: ChatGPT ist nicht nur ein weiterer Traffic-Lieferant, sondern eine Entscheidungsoberfläche. Wer hier sichtbar wird (organisch oder bezahlt), sitzt näher an Kaufentscheidungen als in vielen klassischen Kanälen.
Für ambitionierte Unternehmen stellt sich damit eine neue Kernfrage: Wie wird die eigene Marke in AI-Antworten gefunden, verstanden und ausgewählt – und wie wird daraus Umsatz?
1. Was OpenAI konkret testet – und was nicht
2. Warum „Impressions statt Klicks“ ein Signal ist – und nicht nur ein Detail
3. Die neue Realität: Sichtbarkeit passiert in Antworten, nicht nur in Rankings
4. 5 Konsequenzen für Unternehmen, die profitabel wachsen wollen
4. Fazit - So gewinnen Unternehmen in der ChatGPT-Entscheidungswelt
OpenAI möchte Ende Januar/Anfang Februar 2026 Anzeigen in ChatGPT testen. Diese Anzeigen erscheinen am unteren Ende von Antworten, klar als „Sponsored“/Anzeige gekennzeichnet und visuell getrennt vom eigentlichen Antworttext.
Wichtige Leitplanken des Tests:
Das ist nicht „Search Ads in neuem UI“. Das ist Werbung innerhalb einer Assistenz, die Nutzer aktiv zur Entscheidungsfindung nutzen.
ChatGPT entwickelt sich durch das Einführen von Ads zu einem neuen High-Intent-Entscheidungskanal, in dem Marken direkt im Moment der Auswahl sichtbar werden können – ohne dass die organische Antwort „gekauft“ wird. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Messbarkeit und Conversion-Setup: Wer Brand- und Performance-Wirkung sauber attribuieren und die Journey konsequent optimieren kann, verwandelt diese neue Sichtbarkeit schneller in profitables Wachstum als der Wettbewerb.
Ein entscheidender Punkt aus den ersten Berichten: OpenAI soll Ads impression-basiert (Pay-per-View) bepreisen – und nicht klassisch CPC-getrieben. Zusätzlich berichtet Search Engine Roundtable, dass OpenAI in einer frühen Phase mit einem kleinen Advertiser-Kreis arbeitet, mit Commitments unter 1 Mio. USD pro Advertiser über mehrere Wochen und einem Start der Trial-Ads Anfang Februar. Self-Serve Buying soll es zunächst noch nicht geben.
Strategisch bedeutet das:
Wenn ChatGPT-Ads primär über Impressions statt Klicks bewertet werden, verschiebt sich die Erfolgslogik: Sichtbarkeit entsteht im Moment der Entscheidung, nicht erst nach dem Klick. Für wachstumsorientierte Unternehmen heißt das: Wer nur auf CPC-Mechaniken und Last-Click-Attribution setzt, wird Wirkung unterschätzen – oder Budget falsch allokieren. Entscheidend wird eine saubere Messarchitektur, die auch indirekte Effekte (Brand Lift, Assisted Conversions, inkrementelle Nachfrage) sichtbar macht, und ein Conversion-Setup, das jeden Touchpoint in Profit übersetzt. Genau hier entsteht der Hebel: Unternehmen mit starker Proposition, klaren Proof-Signalen und konsequentem CRO gewinnen – weil sie Aufmerksamkeit in messbaren Umsatz verwandeln, während andere nur „gesehen“ werden.
ChatGPT-Ads sind nur die Spitze. Das eigentlich Relevante ist: Chat-Interfaces werden zur Produktauswahl-Oberfläche. Wenn Nutzer fragen „Welche Lösung ist für XY am besten?“, entsteht ein kuratierter Entscheidungsraum – und Unternehmen konkurrieren darin auf zwei Ebenen:
OpenAI beschreibt den Mechanismus klar: Ads sollen erscheinen, wenn ein gesponsertes Produkt/Service zur aktuellen Konversation passt, inklusive Controls (Warum sehe ich das? Ad ausblenden, Personalisierung aus).
Das führt zu einer neuen Wachstumslogik:
Wer in AI-Antworten nicht vorkommt, verliert Marktanteile – selbst bei stabilen Google-Rankings. Und wer dort vorkommt, aber nach dem Klick (oder nach dem „Ad-Exposure“) keine Conversion-Systematik hat, verbrennt Potenzial.
Ob eine Marke in AI-Antworten auftaucht, hängt nicht an einem Trick, sondern an Autorität, Klarheit und Relevanz:
Klassische SEO-Programme optimieren oft entlang von Keywords. In AI-Interfaces zählt stärker, ob Inhalte Entscheidungsfragen entlang der Journey abdecken (Vergleich, Auswahl, Risiko, Proof, nächste Schritte) – in einer Form, die Maschinen leicht extrahieren und referenzieren können.
Wenn Ads teilweise impression-basiert sind und organische AI-Erwähnungen nicht immer klickbar sein müssen, gewinnt Conversion-Optimierung doppelt:
In einer Welt, in der ein Teil der Wirkung ohne Klick entsteht, reicht „Last Click“ nicht mehr. Unternehmen brauchen ein Setup, das Inkrementalität, Assists, Brand Lift und Journey-Logik sauber verbindet.
Bei ChatGPT wird Paid nicht nur „zusätzlich“, sondern kann direkt neben der organischen Empfehlung stehen. Wer hier nur Paid oder nur Organic denkt, verliert Effizienz. Gewinner bauen ein System, das beide Ebenen orchestriert.
Die aktuelle Situation sollte man nicht voreilig als „neues Format, schnell testen“ framen, sondern als strategische Weichenstellung:
Aktionismus wäre: „ein paar Ads buchen“ ohne System dahinter. Denn dann kauft man Sichtbarkeit in einem neuen Interface – und verliert Marge an denselben alten Stellen: schwache Proposition, unklare Proof-Story, Conversion-Leaks. Unternehmen sollten stattdessen wichtige Decision Questions mappen, AI Content sowie Autorität ausbauen und jetzt schon anfangen zu planen wie man Sichtbarkeit in AI-Antworten in messsbaren Umsatz verwandeln kann.
Anzeigen in ChatGPT markieren keinen „neuen Kanal“, sondern den Start einer neuen Entscheidungslogik im digitalen Marketing: Sichtbarkeit entsteht dort, wo Nutzer aktiv auswählen, vergleichen und Kaufentscheidungen vorbereiten. Wer in dieser Umgebung nur in Klicks denkt, wird Wirkung und Wert unterschätzen – denn impression-basierte Ausspielung, begrenzte Testumfelder und potenziell konversationale Ads verschieben den Fokus von Traffic-Menge auf Relevanz im Moment der Entscheidung.
Für Unternehmen bedeutet das: Wachstum wird stärker davon abhängen, ob eine Marke in AI-Antworten organisch vorkommt, wie überzeugend sie in wenigen Sekunden wirkt und wie sauber die Journey messbar zum Umsatz führt. Genau hier liegt der Wettbewerbsvorteil: SEO muss Decision Coverage liefern, CRO muss jeden Touchpoint in Profit übersetzen, und die Messarchitektur muss den tatsächlichen Zusatz an Conversions und Umsatz sichtbar machen – auch ohne klassischen Klickpfad.
LEAP vereint diese Disziplinen unter Growth Intelligence: eine ganzheitliche Strategie aus SEO, Conversion-Optimierung und KI, die in einer AI-getriebenen Entscheidungswelt zur Voraussetzung für planbares, profitables Wachstum wird.
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