CEO Thomas Gruhle im Interview | Teil 2

10 Jahre LEAP/

Nachdem unser CEO Thomas Gruhle im 1. Teil unserer Interview-Reihe über die Gründung und die Entstehung von LEAP/ sprach, geht es heute mit dem 2. Teil des Interviews weiter. Viel Spaß beim Lesen!

Der Geschäftsführer von LEAP/ Thomas Gruhle

Hi Thomas! Im letzten Teil des Interviews haben wir ja mit der Frage nach den größten Zielen für die nächsten 3 Jahren aufgehört. Davon unabhängig: Wo siehst du LEAP/ in 5 Jahren?

Fest im Sattel sitzend, als erfolgreichste und beste Agentur im Spielfeld von Traffic-Generierung, Traffic-Verwertung  und Conversion-Steigerung. LEAP/ soll die erste Referenz sein, wenn es um diese Themen geht.

Was genau ist als Geschäftsführer eigentlich deine Aufgabe?

In Abgrenzung zu Christoph, ist es meine Aufgabe, die Dienstleistungen, die wir aktuell anbieten, weiterzuentwickeln. So, dass sie am Puls der Zeit bleiben und dass sie neue Trends aufgreifen, wenn sie entstehen und nicht erst, wenn es sie schon zwei Jahre gibt. Es geht also darum Entwicklungen früh zu erkennen, aufzugreifen und in gute Dienstleistungen zu verwandeln. Alles kumuliert in einer Frage: Wie können unsere Kunden durch uns mehr Geld verdienen? Wie können sie ihre Kunden zu zufriedeneren Kunden machen?

Ich bin auch heute viel involviert, wenn es um SEO- oder Conversion-Strategien für unsere Kunden geht. Soweit es meine Aufgaben zulassen, bringe ich mich entsprechend ein.

Dazu kümmere ich mich noch darum, wie wir uns als Firma vermarkten und den Vertrieb betreiben.

Eine meiner wichtigsten Aufgabenbereiche ist es, unsere Unternehmenskultur zu prägen und weiterzuentwickeln. Dafür zu sorgen, dass unsere Mitarbeiter sich hier wohlfühlen und sich frei entfalten können. Die Grundlagen dafür zu schaffen, dass die Leute hier letztendlich Karriere machen können und sich in puncto Gehalt verbessern können, um für sich und ihre Familien ein gutes Auskommen zu generieren, mit dem sie gut leben können.  Das sehe ich als meine Kernaufgabe.

Fehlt dir das analytische Arbeiten an dem Kunden selbst? Deine Anfänge waren ja mehr so im technischen Bereich.

Das kann ich so nicht sagen. Ich gucke strategisch in annähernd alle unsere  Projekte rein und bin auch regelmäßig bei Kunden. Ich setze mich mit unseren Teamleitern zusammen um zu verstehen, was wir machen und um zu überprüfen ob der Kurs richtig ist. Und dadurch, dass ich unsere bestehenden Dienstleistungen weiterentwickeln kann, bekomme ich auch analytisch viel mit.

Mich füllen meine Aufgaben voll aus. Uns gibt es jetzt 10 Jahre und jeder neue Tag bringt viel Neues.

Natürlich erlebe ich, dass mich meine Analysten über die Jahre links und rechts überholt haben. So muss es aber auch sein: Wenn intelligente Menschen für mich arbeiten, brauche ich mir keine Gedanken zu machen und kann mich zurücknehmen.

Daten und Analyse LEAP/

Und welcher deiner Aufgabenbereiche macht dir am meisten Spaß?

Mir macht wirklich die Summe an Dingen Spaß. Etwas zu erschaffen und etwas neues aufzubauen. In meiner Tätigkeit mache ich vieles, was über Dienstleistungen, Marketing und Sales hinausgeht. Ich treffe bis heute viele Bewerber, um zu schauen, ob sie zu uns passen. Ich habe natürlich immer mit Unternehmensfinanzen zu tun und schaue eigentlich in alle Bereiche rein, auch wenn ich sie operativ nicht selbst betreue.

Was eine Agentur so mitbringt, ist ein hohes Maß an Reaktivität. Das ist nicht jedermanns Sache – ich liebe es. Wenn sich die Marktbedingungen oder die Anforderungen unserer Kunden ändern – und das kommt vor – dann müssen wir reagieren. Jeden Tag, wenn ich ins Büro komme, kann was Neues kommen. Ich lerne immer etwas dazu, in allen Bereichen. Nicht nur was unsere Dienstleistungen angeht, sondern auch darüber, dass wir viele unterschiedliche Kunden, in verschiedenen Branchen und Bereichen haben, deren Geschäftsmodelle ich lerne.

Und dazu kommt noch die Komponente, dass wir als Unternehmen immer weiter wachsen und so neue Herausforderungen entstehen. Für unsere Strukturen und für die Art und Weise wie wir Mitarbeiter führen. Daraus lerne ich so viel.

Was war in 10 Jahren LEAP/ dein wichtigstes Learning?

Da gab es eine ganze Reihe. Zum Einen habe ich festgestellt, dass ich nur weiter komme, wenn ich Leute einstelle, die intelligenter sind als ich. Ich habe immer versucht, anzuerkennen, dass mein Wissen endlich ist und das ich eine ganze Menge Dinge einfach nicht wissen kann. Das war ein unglaublich wichtiges Learning. Von den Leuten, die ich daraufhin eingestellt habe, habe ich immer viel gelernt  und dadurch wurde auch die Organisation immer schlauer und reifer.

Im Bezug auf unsere Mitarbeiter und Teamleiter gibt es auch ein wichtiges Learning, das Christoph mal sehr schön zusammengefasst hat: Man sollte “Leute einstellen, in denen man sich selbst wiedererkennt. Wie in einer Ehe. Es sind die Beziehungen, die am Besten funktionieren, in denen man sich in dem Partner auf irgendeine Weise wieder erkennt, wie unterschiedlich man auch sein mag.” Eine gemeinsame Basis zu haben, in den Werten und Zielen ist enorm wichtig.

Außerdem habe ich gelernt, dass es wichtig ist, sich auf einen Kern an Dingen zu fokussieren, in denen man gut ist.  Man sollte nicht versuchen, in 100 Bereichen gut zu sein, sondern lieber in einem Bereich. Genau deshalb haben wir uns immer auf sehr wenige Sachen spezialisiert, obwohl es teilweise unglaublich verlockend war das schnelle Geld mitzunehmen und neue Sachen anzubieten. Aber so sind wir in den wenigen Bereichen, so gut wie wenige sonst. Und genau deshalb, ist das ein wichtiges Learning: Fokus auf wenige Themen! Wenn man es konsequent durchzieht, spielt man Champions League. Wer alles gleichzeitig machen  will, spielt überall nur Bundesliga.

Fokus auf die wichtigen Dinge LEAP/

Nun wird deine Agentur ja in diesem Jahr 10 Jahre alt. Hast du eine der lustigeren Geschichten für uns parat?

Ach du großer Gott, ich könnte so viele nennen.  Ich kann gar nicht sagen, welche die Lustigste ist. Ich erinnere mich an so viele schöne und prägende Dinge.

Ich erzähle immer gerne, wie wir unseren ersten richtig großen Kunden gewonnen haben. Wir waren vielleicht fünf Mann (es waren wirklich nur Männer damals. Wir hatten die Tatsache, dass Frauen mehr als nur ein “zivilisierendes Element” in so einen Haufen reinbringen, noch nicht geschnallt) und hatten eine Anfrage eines großen Unternehmens. Wir saßen in einer ziemlichen Absteige im Kottbusser Tor und der Kunde bestand unbedingt auf einen Vor-Ort-Termin. Wir haben damals in einer Hau-Ruck-Aktion 200m² Bürofläche renoviert, um einen vernünftigen Eindruck zu machen. Dem Kunden war das wahrscheinlich egal. Er fand einfach unseren Ansatz gut. Dennoch erinnere ich mich an das Gefühl nach der Zusage: Wir waren total glücklich und sind in eine Kreuzberger Bar gegangen. Mein erster Mitarbeiter, Erdal, ein Türke hat uns dazu angestiftet, Raki zu trinken. Ich habe das Zeug danach nie wieder angerührt.

Die Feier des ersten großen Kundes LEAP/

Morgen geht es mit dem 3. und letzten Teil der Interview-Reihe weiter. Dann spricht Thomas über die Stärken unserer Agentur, über LEAP/ als Arbeitgeber und er gibt Einblicke in sein Privatleben. Bleibt gespannt.