COO Christoph Michalak im Interview | Teil 3

10 Jahre LEAP/

Nachdem unser COO Christoph Michalak im 1. Teil unseres Interviews nicht nur über die Vergangenheit und Entwicklung von LEAP/ gesprochen hat, sondern auch berichtete inwiefern er selbst die Agentur geprägt hat ging es im 2. Teil der Interview-Reihe unter anderem um seine Aufgaben als COO. Außerdem machte er einen kleinen Exkurs in die Zukunft und hielt noch eine spannende Anekdote aus den letzten Jahren für uns bereit.

Heute geht es mit dem dritten und letzten Teil des  Interviews weiter. Viel Spaß beim Lesen.

LEAP/s COO Christoph Michalak

Hi Christoph! In dem 2. Teil dieser Interview-Reihe war meine letzte Frage, was in den Jahren bei LEAP/, dein wichtigstes Learning war. Nun möchte ich gerne wissen: Wo siehst du die Stärken des LEAP/-Teams und inwiefern profitieren unsere Mitarbeiter davon?

Ich würde sagen unsere Flexibilität, der Lernwille und die Loyalität. Auch das Vertrauen, was das Team in die Tätigkeiten von Thomas und mir steckt, kann man als Stärke bezeichnen. Vertrauen schafft Vertrauen. Das stärkt nicht nur das Team, sondern auch jeden Einzelnen von uns. Das Vertrauen darauf, gehört, wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Und auch das Wissen, hier eine sichere Zukunft zu haben, ist eine Basis dafür, dass sich die Mitarbeiter auf die fachliche Arbeit und auf ihre persönliche Weiterentwicklung konzentrieren können.

Und was erwarten wir von potenziellen neuen Mitarbeitern?

Flexibilität, Lernwille, Loyalität und Integrität. Um ein Teil unseres Teams werden zu dürfen, muss sich die Person in dem, was wir repräsentieren und wofür wir einstehen, in unserem Umgang miteinander und in dem, was wir tun und nicht tun, wiedererkennen.  Das ist wie in einer Beziehung. Wenn man sich nicht ineinander wiedererkennt, hat die Beziehung nur eine kurze Dauer. Damit meine ich, dass man in dem Partner seine eigene Wertecharta wiedererkennen muss. Der Blick auf das Team, bzw. auf den einzelnen Mitarbeiter, muss wie ein Blick in den Spiegel, nur mit einem anderen Gesicht, sein.

Teamgeist bei LEAP/

Was war das Erste, was du selbst im Online-Marketing gemacht hast?

Als ich hier angefangen habe, als COO zu arbeiten, konnte ich SEO noch nicht mal buchstabieren. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie einen Link aufgebaut und noch nie eine SEO-Analyse gemacht habe. Ich habe niemals eine AdWords-Kampagne optimiert oder native Ads geschaltet. Ich habe mal für CRO eine kleine Landing-Page-Analyse auf einer Messe gemacht, hatte dabei aber einen Ruhepuls von knapp 190. Das war wieder ein Indiz dafür, diese Profiarbeit den Profis zu überlassen.

Ich verstehe die Zusammenhänge, die Wirkungsweise und den Benefit für den Kunden – die operativen Handgriffe kenne ich aber nicht im Detail. Das ist auch nicht mein Auftrag. Mein Auftrag ist es, das Kapital der Firma zu schützen und zu mehren. Um dem gerecht zu werden, umgebe ich mich mit Kollegen, die eben in den Bereichen – und da ist eine ganze Menge – schlauer sind als ich und das ist mir bisher immer wieder gelungen (lacht verschmitzt).

Also im Endeffekt ist LEAP/ deine erste Online-Marketing-Erfahrung?

Ja. Absolut. Ich verstehe, wie und in welche Richtung sich die großen Räder drehen, aber ich könnte alleine keines dieser Räder bewegen.

Hast du in deinem Privatleben eine Leidenschaft, die dich auch im Job weiterbringt? 

Ja. Weitestgehend ist das die Neugierde. Ich lese und ich bilde mich gerne fort. Meistens lese ich Fachliteratur zu den Themen Finanzen und Strategien. Ich lese aber auch gerne bereichsübergreifende Dinge wie zum Beispiel medizinische oder biologische Fachartikel. Über den Aufbau von Blättern oder wie zum Beispiel Epidemien entstehen. Über solch ein Grundlagenwissen kann man sehr schnell Brücken zum Online-Marketing schlagen. Die Zusammenhänge und die Regeln, die in diesen Disziplinen teilweise vorherrschen, sind sehr gut gebräuchlich für den Aufbau von Strategien. Wenn man zum Beispiel versteht, wie man eine Cholera-Epidemie auslösen kann, dann weiß man auch, wie man ein Event oder eine Marke groß machen kann. Denn die Regeln gelten bereichsübergreifend. So kamen damals auch die ersten Psychologen ins Conversion-Team. Ich dachte, wenn der Aufbau einer Website von Menschen abhängig ist, dann muss man auch verstehen, wie Menschen ticken.  Das kann niemand besser machen als Psychologen. Genau solche Dinge machen mir Spaß. Über den Tellerrand hinaus zu schauen und eine Brücke zwischen verschiedenen Disziplinen zu schlagen. Das ist die Quelle der Innovation.

Fachliteratur bei LEAP/ Weiterbildung

Bleiben wir mal in deinem Privatleben: Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich gehe gerne mit meinem Sohn aus und verbringe Zeit mit meiner Familie. Und ich koche sehr gerne. Vor allem chinesisch und italienisch, aber ich experimentiere auch gerne mal. Generell halte ich mich aber an die Klassiker: Schweinshaxe, Schweinebauch mit Kruste, Barbarie-Entenkeulen und Lasagne. Das macht mir sehr viel Spaß. Auch die ganzen Einkäufe zu machen, sich in die Küche zu stellen und 2-3 Stunden alles andere um sich herum vergessen und sich nur auf den Prozess zu fokussieren, gutes Essen auf den Tisch zu bekommen. Ich grille auch gerne und beschäftige mich wie gesagt mit bereichsübergreifenden Themen. Mathematik, Physik und Philosophie bereiten mir auch sehr viel Freude.

Wie sieht demnach ein perfekter Sonntag für dich aus?

Ich beschreibe mal wie mein jetziger Sonntag aussieht, weil ich glaube, dass er schon relativ perfekt ist: Ich werde meistens zu 7 Uhr von meinem kleinen Sohn geweckt, dann fahren wir gemeinsam Brötchen holen und dann wird gefrühstückt. Nach dem Frühstück mache ich eine kurze Pause und dann laufe beziehungsweise jogge ich die 5.5 Kilometer, die ich mir vorgenommen habe. Danach unternehme ich meistens etwas mit der Familie. Entweder fahren wir ins Schwimmbad oder machen irgendwas anderes außerhäuslich zusammen. Im perfekten Falle sind wir so zu 16 Uhr wieder zuhause, schmeißen den Grill an, sitzen auf der Terrasse, sehen bei cooler Musik und einem Glas Wein, dem Sonnenuntergang zu und dann geht es ab ins Bett.

Was ist dein wertvollstes Gut?

Ich lasse mal meine Familie außer Konkurrenz.  Es klingt vielleicht abstrus oder schräg, aber ich glaube das wertvollste Gut, das jeder von uns besitzt ist das Gedächtnis. Ohne Gedächtnis lebt man in einer Singularität, man erinnert sich an nichts, kann folglich auch nichts lernen und nach vorne projizieren. Ich glaube, das wertvollste Gut, das alle Menschen haben, ist das Erinnerungsvermögen.

Zum Abschluss noch eine letzte Frage: Was möchtest du in 10 Jahren erreicht haben?

Mein persönliches Ziel ist es, dass mein Sohn auf die richtige Bahn gelenkt wird und eine gute Ausbildung bekommt. Sodass ich mit 60 Jahren sagen kann, dass er seinen Weg gehen wird. Alles andere ist Hintergrundrauschen.

Zeit für die Familie trotz Job - LEAP/