Local SEO: Mit diesen Tipps rankst du ganz oben - LEAP/
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Local SEO: Mit diesen Tipps rankst du ganz oben

Du willst mit deinem Business in der lokalen Suche abräumen? Wir haben dir sechs zentrale Tipps für Local SEO zusammengestellt.

von Wiebke Unger
Lesezeit: 10 Minuten

Das erfährst du in diesem Beitrag:

  • Was ist Local SEO und für wen ist es relevant?
  • Was kannst du tun, damit dein Business lokal gefunden wird?
  • Warum solltest du dich auch offline vernetzen?

Sei es die Adresse der nächsten Pizzeria, der Weg zum Friseur oder die Öffnungszeiten vom Buchladen um die Ecke – laut Google haben bereits 46 Prozent der Google-Suchen einen lokalen Bezug. Für Unternehmen birgt dies viel Potenzial, denn Nutzer, die von unterwegs eine lokale Suchanfrage tätigen, stehen oftmals kurz vor einer Kaufentscheidung.

Du möchtest die lokale Suche mit deinem Business „dominieren“ und bessere Umsatzchancen generieren? Local SEO ist die Antwort. In diesem Beitrag haben wir für dich sechs Einsteiger-Tipps zusammengetragen.

Local SEO: Was ist das überhaupt?

Unter „Local SEO“ versteht man alle Hebel, die dazu dienen, in den lokalen Suchergebnissen gut abzuschneiden. Das Ziel der lokalen Suchmaschinenoptimierung besteht darin, Nutzern und Nutzerinnen Ergebnisse anzuzeigen, die im Zusammenhang mit einem bestimmten Standort relevant für sie sind. Entweder weil sie sich gerade dort aufhalten oder Ergebnisse für diesen Ort suchen.

Suchmaschinen wie Google legen einen eigenen Index für lokale Brancheneinträge an, aus denen die lokalen Suchergebnisse erstellt werden. Hierfür werden vor allem nutzerbezogene Daten wie etwa der Nutzerstandort ausgewertet. Die Rankingfaktoren sind für verschiedene Indexe durchaus unterschiedlich. Für die lokale Suche setzt Google insbesondere auf drei Faktoren:

  • Entfernung des Users zum gesuchten Standort
  • Relevanz des Suchergebnisses für das Suchinteresse
  • Bedeutung und Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens anhand von Online-Bewertungen sowie Offline-Bekanntheit

Es gibt mehrere Arten von lokalen Suchanfragen in der Google-Suche. Weiß der User genau, welches Unternehmen an welchem Ort er sucht, ist es für Google einfach, das richtige Ergebnis auszuspielen. Gibt er jedoch nur den Begriff „Blumenladen“ ohne einen konkreten Ort ein, greift Google auf den Standort des Suchenden zurück, um ihm das passende Ergebnis anzubieten. Bei Suchanfragen mit Ortsangabe kommt es auch auf die richtigen Keywords an. Dazu später mehr. Wenn du testweise einen Standort simulieren möchtest, kannst du dies beispielsweise im Chrome Developer Tool tun.

Lesetipp: In der Studie „2018 Local Search Ranking Factors“ hat MOZ die wichtigsten lokalen Rankingfaktoren ausgewertet.

Für wen ist die lokale Suche wichtig?

Local SEO ist für alle Unternehmen relevant, die regional tätig sind und über eine physische Adresse verfügen, an der sie Kundinnen und Kunden betreuen. Dazu gehören zum Beispiel Restaurants, Geschäfte und Dienstleister wie Friseure, Ärzte, Anwälte, Handwerker usw. Aber auch für Agenturen, Unternehmen mit lokaler Niederlassung, öffentliche Institutionen sowie soziale und kulturelle Einrichtungen spielt Local SEO eine Rolle.

Auf die Größe des Unternehmens kommt es dabei weniger an – vielmehr muss der lokale Bezug gegeben sein. Das gleiche trifft auf die Art des Produkts oder der Dienstleistung zu: Solange eine hiesige Verbindung besteht, ist lokale Suchmaschinenoptimierung ein Thema.

Okay, wenn das auch auf dein Business zutrifft, kannst du dieses mit unseren sechs Tipps für optimale lokale Suchergebnisse weiter nach vorne bringen. Aber eins noch vorweg: Mache dir unbedingt vorher klar, wer deine Zielgruppe ist und was sie sucht. Umso besser lassen sich die nun folgenden Tipps für Local SEO umsetzen.

1. Lege ein Google-My-Business-Profil an

An erster Stelle jeder Local-SEO-Strategie steht das Anlegen und die Pflege des eigenen Profils bei Google My Business. Auf diese Weise kann Google dein Unternehmen bei Google Maps und in den Local Listings anzeigen sowie den My-Business-Eintrag im Knowledge Panel auf der rechten Seite der SERPs ausspielen.

In das Google-My-Business-Profil trägst du deine Daten wie Firmenname, Anschrift, Ort und Postleitzahl sowie Telefonnummer und Öffnungszeiten ein. Außerdem wird der Eintrag mit der Website verknüpft und diese somit verifiziert.

Der Vorteil: Du kannst viele Informationen selbst einpflegen und aktualisieren. Es ist sogar förderlich, wenn man sich regelmäßig einloggt und Infos updatet. Vor allem die Öffnungszeiten sollten immer auf dem neuesten Stand sein! Aber auch hochwertige Fotos, 3D-Straßenansichten und 360-Grad-Views innerhalb der Räumlichkeiten sind ein Plus beim Ranking. Die Beschäftigung mit den Google My Business Guidelines lohnt sich also.

Auch die Interaktion mit den Kundinnen und Kunden ist hierüber prima möglich: Besucher können Bewertungen hinterlassen, Fragen stellen und eigene Fotos beisteuern. Darüber hinaus bietet Google My Business immer mehr Funktionen wie etwa die Auslieferung von Veranstaltungen und Statistiken über das Besucherverhalten (Besuchszeiten, durchschnittliche Besuchsdauer etc.). Über die sehr gute App kannst du deinen Eintrag praktisch von unterwegs verwalten.

Wenn du dein Unternehmen auch für Bing optimieren möchtest, solltest du es bei Bing places for business eintragen. Außerdem kann eine Anmeldung bei Apple Maps Connect nützlich sein, denn so werden deine Infos auch auf Apple-Karten angezeigt.

2. Verwende die richtigen Keywords

Bei Local SEO spielen Suchanfragen mit Ortsangabe eine große Rolle. Führe eine Keywordanalyse durch und optimiere deine Website auf Suchanfragen mit einem konkreten Standort (Beispiel: „Blumenladen Berlin“). So kann Google dein Angebot dem lokalen Suchinteresse genau zuordnen. Bei großen Städten sollten zusätzlich Stadtteile berücksichtigt werden (Beispiel: „Blumenladen Charlottenburg“).

Ist dein Angebot stadtübergreifend verfügbar, dann ist eine Berücksichtigung der Region oder des Bundeslandes empfehlenswert. Betreibst du mehrere Standorte, können durchaus lokale Unterschiede bestehen, beispielsweise bei bestimmten Begriffen. Darauf solltest du bei deiner Keywordanalyse achten. Google Trends kann dir zum Beispiel Hinweise über regionale Unterschiede bei den Suchanfragen geben.

Optimiere auch auf einzelne Produkte oder Dienstleistungen und generische Keywords ohne Ortsbezug, die oft in Zusammenhang mit einem Ort gesucht werden. So erhöhst du deine Chancen, dass dein Produkt genau von den richtigen Leuten gefunden wird.

Stelle sicher, dass der lokale Bezug überall auf deiner Seite gewährleistet ist. Unternehmen, Produkt und der Ortsbezug sollten jeweils hier erscheinen:

  • Im HTML-Code (z. B. Markup von org, Geo-Tags)
  • Meta-Daten: Title und Description
  • H1-Überschriften und weitere Überschriften
  • Texte auf deiner Seite
  • Alt-Tags von Bildern
  • URL (nur wenn neue angelegt werden)

Stelle auch Anfahrtsbeschreibung, Parksituation, Kartenausschnitte und ähnliche Informationen mit lokalem Bezug zur Verfügung. Bei mehreren Standorten empfiehlt es sich, Unterseiten für jeden einzelnen Ort zu erstellen.

Nicht nur deine Website solltest du auf diese Weise optimieren, sondern deine Keywords sollten auch in deinem Google-My-Business-Profil, in Einträgen in Branchenverzeichnissen und in deinen Social-Media-Profilen auf Facebook, Xing, Twitter etc. verwendet werden.

3. Sorge für Citations und Backlinks

Verweise von Online-Branchenbüchern und Verzeichnissen, sogenannte Local Citations, bescheren dir wichtige Referenzen. Sie stärken nicht nur deine Bekanntheit, sondern liefern Google auch hilfreiche Signale über die Bekanntheit und Autorität deines Unternehmens. Citations erwähnen dein Unternehmen inklusive aller relevanten Infos.

Es gibt viele verschiedene Branchenverzeichnisse, in denen Einträge kostenfrei oder kostenpflichtig veröffentlicht werden können. Je nach Business und Zielgruppe solltest du genau überlegen, welche für deine Marke und dein Produkt relevant sind.

Einige überregional bekannte Branchenverzeichnisse sind golocal.de, yelp.de, kennstdueinen.de, gelbeseiten.de, dasoertliche.de und meinestadt.de. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl spezifischer Portale für einzelne Städte, Regionen und Branchen. Recherchiere, welche für dein Produkt und deine Region wichtig sind.

Auch lokale Apps, Stadtportale, Vereinsseiten, Blogs und Nachrichtenseiten über regionale Themen, Veranstaltungskalender oder Unternehmenswebsites mit Ortsbezug können wertvolle Backlinks liefern und die Relevanz deines Unternehmens stärken.

Noch ein Tipp: Achte auf die konsistente Nutzung deiner Unternehmensdaten auf allen Kanälen, sei es in Branchenverzeichnissen, bei Google My Business, im Footer oder Header deiner Website oder auf deinen Social-Media-Kanälen. Dies wird mit der NAP-Formel (NAP: Name, Address, Phone) beschrieben. Auch die Schreibweise selbst sollte sich an eine offizielle Norm (z. B. DIN 5008) halten. Warum das Ganze? Wenn Google mehrere gleiche Verweise auf Name, Anschrift und Telefonnummer deines Unternehmens findet, stärkt das Googles Vertrauen in die Gültigkeit dieser Daten. Dein Business gewinnt somit an Vertrauenswürdigkeit.

4. Nutze Bewertungsportale

Ähnlich wie Brancheneinträge senden auch Bewertungen wichtige Signale an die Suchmaschine und nehmen Einfluss auf das Ranking der lokalen Suche. Darüber hinaus bestimmen sie ganz wesentlich, ob Nutzerinnen und Nutzer deine Ergebnisse anklicken, denn die Nutzerbewertungen erscheinen auch direkt mit entsprechenden Sternchen unter den Snippets in den SERPs.

Die meisten Online-Branchenverzeichnisse wie Yelp oder GoLocal bieten gleichzeitig auch Bewertungsmöglichkeiten an. Aber auch auf Amazon, Facebook und Etsy können Bewertungen vorgenommen werden. Diese werden direkt in den Snippets oder dem MyBusiness-Eintrag angezeigt. Neben allgemeinen Portalen gibt es zudem branchenspezifische Anbieter wie kununu, tripadvisor und jameda. Recherchiere ein bisschen und überlege dir gut, welche Portale von deiner Zielgruppe genutzt werden.

Da Bewertungen so wichtig sind, solltest du deine Kunden darauf hinweisen um darum bitten, Bewertungen zu hinterlassen. Je mehr Bewertungen du sammelst, desto besser. Dabei müssen nicht alle Bewertungen immer die volle Punktzahl erfüllen, mittelmäßige und die eine oder andere negative Bewertung sorgen für mehr Vertrauen in die Echtheit der Beurteilungen. Ebenso zeugt ein konsistenter Zuwachs an Reviews und Fotos von Kunden von Natürlichkeit. Sollte eine Bewertung mal negativ ausfallen, dann nutze diese, um daraus zu lernen und dein Angebot zu optimieren.

Tipp: Werde Local Guide und hinterlasse auch selbst Bewertungen. Wenn du Kontakte aus deinem Netzwerk positiv bewertest, bekommst du oftmals gute Rezensionen zurück.

5. Achte auf Mobilfreundlichkeit

Immer mehr Menschen gehen von unterwegs mit Smartphone oder Tablet ins Internet, und Suchanfragen mit lokalem Bezug spielen dabei natürlich eine enorme Rolle. Wenn du von unterwegs gefunden werden möchtest, solltest du der mobilen Optimierung deiner Webpräsenz größte Priorität einräumen. Nicht nur Google bezieht dies als Kriterium für deine Rankings ein. Auch auf die Conversion wirkt sich dies positiv aus.

Sorge also dafür, dass deine mobile Version gut bedienbar ist und sie alle wichtigen Informationen bereithält. Außerdem sollte sie schnell laden! Denn oftmals sind Ladezeiten von unterwegs nicht optimal.

Um zu prüfen, ob deine Seite für mobile Endgeräte optimiert ist, kannst du das Google Tool Test auf Optimierung für Mobilgeräte nutzen. Die Ladezeit deiner mobilen Seite kann mit Test My Site überprüft werden. Weiterführende Infos findest du auch unter Punkt 5 in unserem Beitrag „Tech SEO – 10 Tipps für bessere Rankings“

6. Vernetze dich

Verknüpfungen mit den eigenen Social-Media-Kanälen sind auch für lokale Unternehmen wichtig und für Local SEO relevant. Die Accounts sollten natürlich aktiv betreut werden und alle wichtigen Informationen der NAP-Formel (vgl. oben), Fotos und den Link zur Website enthalten. Doch auch wenn du keine eigene Facebook-Seite betreibst, können Nutzer deine Inhalte teilen, zum Beispiel mit Open Graph.

Auch in der Offline-Welt ist soziale Interaktion ein Plus: Vernetze dich zum Beispiel mit der Nachbarschaft und anderen in deiner Umgebung ansässigen Unternehmen. Verbindungen im realen Leben können dazu beitragen, auch online mehr Bekanntheit zu erlangen. Rege Kunden dazu an, deine Räumlichkeiten zu fotografieren und die Fotos online zu teilen, zum Beispiel indem du einen Hashtag, QR-Code oder ein tolles Fotomotiv anbietest. Viele Shops bieten zudem die Möglichkeit, Produkte online auszuwählen und offline direkt im Laden abholen zu lassen.

Auf einen Blick

Jetzt hast du ein paar Tipps für die lokale Auffindbarkeit deines lokalen Businesses erhalten. Wichtig ist:

  • Die Optimierung deiner Website für lokale Anfragen (Keywords und Art des Contents)
  • Brancheneinträge (Google-My-Business-Profil und weitere relevante Portale)
  • Backlinks von anderen Webseiten
  • Überwiegend positive Bewertungen von Kunden
  • Signale über soziale Medien und aus der Offline-Welt

Wichtig ist es außerdem, immer auch selbst kreativ zu werden und individuelle Ideen und Strategien zu entwickeln. Überlege dir, wie du mehr Leute auf deine Seite und in dein Geschäft holen kannst. Inspiration dazu erhältst du auch aus dem Growth Hacking, einer Marketing-Strategie, die mit einfachen Tipps Wachstum und Bekanntheit steigert.

Über den Autor

Wiebke Unger

Seit Februar 2019 bin ich bei LEAP/ im SEO-Consulting Team tätig. Nach meinem geistes- und medienwissenschaftlichen Studium habe ich zunächst 3 Jahre in der Presse- und Öffentlichkeit gearbeitet. Jetzt wende ich mein Wissen in der Suchmaschinenoptimierung und im Online-Marketing an.