Blogger Relations – Die 6 wichtigsten Schritte für nachhaltige Linkkooperationen - LEAP/
, Peter Herzer

Blogger Relations – Die 6 wichtigsten Schritte für nachhaltige Linkkooperationen

Du willst nachhaltig und zielgerichtet mit Bloggern kooperieren? Dann solltest du diese sechs Schritte unbedingt beachten.

von Peter Herzer
Lesezeit: 5 Minuten

Das erfährst du in diesem Beitrag:

  • Wie sprichst du Blogger richtig an?
  • Was sind absolute No-Gos?
  • Warum ist ein fundiertes Briefing so wichtig?

Blogger sind ein wichtiges Zahnrad für Unternehmen im Online-Marketing. Sie sind Multiplikatoren und Meinungsmacher, Traffic-Lieferanten und Werbe-Testimonials.

Unternehmen sollten deshalb beim Kontakt mit Bloggern nicht nur Inhouse-Ressourcen aufwenden, sondern auch auf bereits etablierte Kontakte von Agenturen zurückgreifen. Diese kennen den Markt meist deutlich länger und sind daher auch besser vernetzt.

Dabei gilt vor allem eine Regel: Blogger sind Menschen. Und damit auch Individuen. Eine Massen-Mail hilft keinem weiter, vielmehr muss jeder einzeln angesprochen und individuell behandelt werden.

Darüber hinaus gibt es sechs Schritte, die du beachten solltest, wenn du nachhaltige und für beide Seiten lohnenswerte Kooperationen anstrebst. Ob es dabei nun um Backlinks oder eine Kampagne in den sozialen Netzwerken geht, ist egal. Diese Regeln lassen sich auf beide Szenarien anwenden.

1. Themenrelevanz

Schreibe Blogbetreiber nur an, wenn dein Produkt bzw. deine Dienstleistung wirklich zur Seite passt. Alles andere verschwendet nicht nur deine eigene Zeit, sondern auch die der Blogger.

Diese bekommen, wenn sie wirklich gut sind, täglich dutzende Nachrichten. Ist deine Anfrage unpassend, landet sie schnell im Papierkorb. Und wenn es schlecht läuft, bist du dann direkt auf der Blacklist. Dann kannst du sie auch nicht mehr erreichen, wenn es später einmal doch thematisch passt.

Recherchiere also, worum es in dem Blog wirklich geht. Es reicht oft nicht aus, wenn es nur grob die richtige Richtung ist. Was soll z. B. ein Scuba-Diver mit einem Schnorchel anfangen?

2. Persönliche und angemessene Ansprache

Wie eingangs erwähnt: Jeder Blogger ist anders!

Beschäftige dich vorher mit der Seite und schaue genau darauf, wie der Blogger mit seinen Lesern interagiert. Gibt es zum Beispiel eine „About me-Seite“, dann lies diese und sammel möglichst viele Informationen.

Duzt er die Leser oder siezt er sie? Schreibt er neutral oder persönlich? Was gibt er über sich selbst preis? Mit all diesen Informationen kannst du Blogger deutlich zielgerichteter ansprechen. Diese werden sich freuen, wenn du nicht mit einer Massenmail auf sie zukommst und dazu noch alle Details richtig hast. Nutzt du die falsche Anrede oder den falschen Namen, ist die Mail schon nach der ersten Zeile wertlos.

3. Kontaktaufnahme – Weniger ist mehr

Zeit ist Geld. Dies gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für die Person hinter einer Website. Reduziere deshalb die erste Anfrage auf das Wesentliche. Stelle dich kurz vor, sage, worum es geht und erkläre die groben Rahmenbedingungen. Wenn diese passen, bleibt euch später immer noch mehr Zeit für einen tiefergehenden Austausch. Und wenn nicht, dann ist jede zusätzliche Information vergebene Liebesmüh.

Und doch: Blogger möchten umschmeichelt werden. Lobe also seine Arbeit und Mühe, die er in seine Seite investiert. Greife einen besonders gelungenen und im besten Fall thematisch zu dir passenden Artikel heraus und gehe kurz auf den Inhalt ein. So zeigst du dem Blogger, dass du dich mit seinen Inhalten auseinandergesetzt hast.

Wenn nicht direkt eine Antwort vom Seitenbetreiber kommt, keine Angst. Wartet ein paar Tage mit einer Nachfassmail, denn Blogger arbeiten meist selbst und bloggen nur in ihrer Freizeit. Das heißt, sie sind nicht jederzeit für dich erreichbar, sondern nur dann, wenn sie selbst Zeit für und Lust auf ein Projekt haben.

Biete jedoch von deiner Seite gern die Möglichkeit des ständigen Austauschs an. So wirkst du professionell und offen.

4. Authentizität der Blogger bewahren

Hier gibt es immer die Zwickmühle zwischen Content Marketing zu PR-Zwecken und Unique Content. Du musst dabei ein gesundes Mittelmaß finden. Jeder Blogger hat seinen eigenen Schreibstil und schreibt persönlich bzw. privat über die Themen, die ihn interessieren. Genau deshalb sind ihm seine Leser treu und lesen die Beiträge wegen seiner Authentizität.

Ein Blogartikel sollte deshalb nicht als verlängerte Unternehmenskommunikation angesehen werden. Niemals sollten Stil und kreative Aufbereitung geändert werden. Ein authentischer Artikel mit Unique Content sollte immer im Vordergrund stehen. Sonst beraubst du den Blogger seiner größten Stärke – ein Problem, das auch im Influencer-Marketing immer häufiger um sich greift.

5. Richtiges Briefing und Planung

Sind alle Rahmenbedingungen geklärt und du hast einen Kooperationspartner gefunden, dann musst du ihm helfen, dir zu helfen. Ein ausführliches inhaltliches Briefing ist dabei unerlässlich. Hier gehören unbedingt folgende Punkte hinein:

  • Wer ist der Auftraggeber?
  • Worum geht es?
  • Was sind die Ziele bzw. wer ist die Zielgruppe?
  • Gibt es Ideen oder Vorschläge zum Thema?
  • Was gehört überhaupt nicht in den Beitrag?

Es sollte genügend Zeit für die Content-Erstellung eingeplant werden, um keinen Druck aufzubauen und damit den Inhalt oder die Qualität zu beeinflussen. Behalte immer im Hinterkopf: Der Blogger macht dies in seiner Freizeit.

Mit einem fundierten Briefing machst du nicht nur deinem neuen Partner das Leben einfach, du minimierst auch für dich selbst die Gefahr von negativen Überraschungen. Denn niemand hat Lust auf mehrere Feedback-Schleifen oder gar ein Ende der Arbeitsbeziehung, weil man einfach nicht auf einen Nenner kommt.

6. Nachfassen und Nachhaltigkeit

Nach der Zusammenarbeit ist vor der Zusammenarbeit. Bedanke dich nach dem erfolgreichen Abschluss der Kooperation beim Blogger und bleibe mit ihm in Kontakt. So gewinnst du langfristig das Vertrauen. Du sparst bei der nächsten Kampagne Zeit, bei der Ansprache und Kommunikation, da der Blogger weiß, wer du bist und wie die Zusammenarbeit abläuft.

So kann man über die Jahre immer mehr zuverlässige Partner gewinnen. Diesen Vorteil bietet dann natürlich eine Agentur, die in dem Bereich bereits über große Netzwerke verfügt und für viele Themen auf passende Partner zurückgreifen kann.

Fazit: Der Ton macht die Musik

Es wird niemals klappen, dass sämtliche Anfragen erfolgreich sind. Aber mit der richtigen Ansprache kannst du die Chancen auf eine erfolgreiche Kooperation deutlich erhöhen. Nimm deine (potenziellen) Partner ernst, kommuniziere gezielt und auf Augenhöhe – dann klappt es auch mit einer langfristigen Zusammenarbeit.

Über den Autor

Peter Herzer

Nach meinem Studium bin ich ins Online-Marketing gekommen und seit 2013 bei LEAP/ (ehemals Barketing). Angefangen habe ich als Trainee und wurde dann zum Account Manager im Offpage-SEO. Dort helfe ich Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Offpage-Strategien.