Das 11. Community Camp Berlin

Online Marketing trifft Community Management

Tag 1

Online Marketing Quartett

“Meine Name ist Melanie und meine drei Hashtags sind…”

Am 27. und 28. Oktober habe ich an meinem ersten Barcamp teilgenommen – dem 11. Community Camp (in) Berlin. Da wir mit unserem Magazin GrowthUp  als Sponsor dabei waren, hatte ich die Möglichkeit, viele tolle Vorträge zu hören und an einigen sehr interessanten Diskussionen teilzunehmen. Der Tag startete mit einem leckeren Frühstück, einer kreativen Vorstellungsrunde, in der sich jeder mittels drei Hashtags beschrieb und dem Session-Pitch für Tag eins. Da noch einige Plätze auf dem Session-Board frei waren, wurde zum Ende der Sessionplanung angeboten, dass man sich auch Sessions wünschen könne – also wünschte ich mir eine Session zum Thema “Erfolgreich bloggen” – doch dazu später mehr… Am Ende sah das Session-Board für Samstag wie folgt aus:  

CCB18 Sessionboard Tag 1

Session 1 – Die Wahl der Qual #SM

Gleich in meiner ersten Session verirrte ich mich in einen Austausch zum Thema: Die Wahl der Qual #SM. Irrtümlicherweise hielt ich den Hashtag #SM für die Abkürzung von Social Media – mit dieser etwas anderen Thematik habe ich definitiv nicht gerechnet. Im Endeffekt war es ein sehr interessanter Austausch über das Management von Plattformen und Communities mit gewissen Vorlieben.

Meine wichtigsten Erkenntnisse  aus dieser Session: CM steht für Community Management und Empathie ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Organisation von Themen-Plattformen. UND der Hashtag #SM hat mindestens zwei verschiedene Bedeutungen… 😉

Session 2 – Die große Instagram Analyse

Großen Andrang fand die Session Die große Instagram Analyse. Die Teilnehmer saßen nicht nur auf den Plätzen, sondern auch auf dem Fußboden, am und im Gang und standen in mehreren Reihen am Ende des Raumes.  Thematisiert wurden die zentralen Unterschiede zwischen Instagram und Twitter, die TOP 25 Themen der Plattform und welche Hashtags in welchem Kontext am meisten Sinn machen. Außerdem wurden viele ausgewertete Daten präsentiert.

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Session: Es gibt Massen-, Nischen- und Community-Hashtags. Die Abkürzung LB steht für Like Back und wie oft man Bilder auf Instagram postet, sollte von der Anzahl der Follower abhängig sein.

Session 3 – Wie man die eigenen Mitarbeiter für Social Media gewinnt

Nach einem leckeren Mittagessen ging es direkt mit der dritten Session weiter. In meinem Fall war diese ein  kurzer Vortrag zum Thema Wie man die eigenen Mitarbeiter für Social Media gewinnt, der in eine Diskussion (zu eben diesem Thema) mündete. Es wurden sowohl positive als auch negative Beispiele gezeigt, wie ein Mitarbeiter-Post aussehen könnte. Zudem wurden Empfehlungen gegeben, wie man die Mitarbeiter dazu bewegt, authentische Posts über den eigenen Betrieb zu verfassen und zu teilen.

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Session: Die Authentizität von Unternehmens-Posts spielt eine große Rolle und die Beteiligung von Mitarbeitern an der Social-Media-Präsenz KANN – bei suboptimaler Kommunikation –  ganz schön nach hinten los gehen. Andererseits kann sie dem Unternehmen auch helfen eine größere Reichweite zu erzielen. Hier braucht es klare Regeln für alle Beteiligten.

Session 4 – Das perfekte Team

Die nächste Session war besonders spannend: Es wurde ein Tool vorgestellt, das durch wenige, sehr leichte Schritte, einen Persönlichkeitstest vornimmt und so die Schwächen und Stärken von Mitarbeitern und Bewerbern analysiert. Dies soll dazu führen, dass die HR-Abteilung besser einschätzen kann, ob ein Bewerber auch wirklich in den Betrieb passt und ob die Stärken der Mitarbeiter bereits voll ausgeschöpft sind. Als kleinen Bonus hatten alle Teilnehmer der Session die Möglichkeit, diesen Persönlichkeitstest selbst durchzuführen und die Analyse der eigenen Stärken und Schwächen mit nach Hause zu nehmen.

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Session: Bei der Aufstellung des perfekten Teams geht es nicht nur darum, die richtigen Mitarbeiter zu haben, sondern auch darum, eben diesen ein Umfeld zu bieten in dem sie sich wohl fühlen. Psychologie ist super spannend und ein bisschen gruselig. Und ich habe ein Zitat von dem englischen Autor John Maserfield kennengelernt, das ich euch nicht vorenthalten möchte: “Und dort waren drei Männer, die die Straße hinunter gingen: Der Mann, den ich sah, der Mann der er war und der Mann, der er sein wollte.”

Das perfekte Team Social Hub

Session 5 – In Pausen kann man SO VIEL wichtiges lernen!!!

Die fünfte und vorletzte Session des Tages war die möglicherweise wichtigste Session für mich. Da ich nicht mehr wirklich aufnahmefähig war, ließ ich diese Session ausfallen. Nach vier Stunden Input war mein Kopf voll und ich wollte das neue Wissen etwas sacken lassen, um für den letzten Block des Tages fit zu sein. Ich kam mit einem sehr netten Herren ins Gespräch. Wir hatten eine sehr angenehme Unterhaltung – bis ich ihn fragte,  ob er mir sagen könne, ob sich jemand gemeldet hätte, der die Session die ich vorgeschlagen hatte (zum Thema Erfolgreich bloggen) halten wollte. Seine Antwort warf mich völlig aus der Bahn: “Da du das Thema vorgeschlagen hast, ist das deine Session. Du moderierst jetzt diesen Block.”

Session 6 – Mein erster Vortrag auf meinem ersten Community Camp

WIE BITTE, WAS? Die einzige Hoffnung, die mich daran hinderte  nicht durchzudrehen war, dass möglicherweise nur drei, vier Leute kommen würden und die Session eher ausfallen oder zur Diskussion werden würde. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kam in den Raum und ca. 25 Leute schauten mich erwartungsvoll an. Was nun? Ich habe all meinen Mut zusammengefasst und eine komplette Session moderiert.  Statt einer Präsentation gab es eine Whiteboard-Zusammenfassung und statt tolle Tipps zu geben, erhielt ich welche. ABER: ich habe mich getraut.

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Session: 1. Wenn du keine Session halten möchtest, solltest du beim Session-Pitch sehr, sehr, sehr leise sein.  2. Es muss nicht immer ein Vortrag sein – auch ein Austausch oder eine Diskussion können sehr lehrreich sein.

Das Loft 

Am Ende des Tages fand eine Networking-Veranstaltung im Loft über den Räumlichkeiten statt. Es gab ein tolles Buffet, Getränke, Musik und viele gute Gespräche mit Gleichgesinnten aus verschiedenen Branchen.

Tag 2

Und weiter geht’s

Auch am Sonntag gab es wieder ein leckeres Frühstücksbuffet und einen Session-Pitch. Ich freute mich auf den Tag und war auch von diesem Session-Board wieder sehr begeistert.

CCB18 Sessionboard Tag 2

Session 7 – Social Media Ressourcen

Meine erste Session am Sonntag startete sehr entspannt. Wir waren etwa 15 Leute und haben eine Liste mit sämtlichen Weiterbildungsmöglichkeiten, Magazinen, Podcasts, Newslettern, Events und Schulungen erstellt, die uns im Bereich Social Media einfielen. Egal welches Medium, hauptsache es dient der Weiter- bzw. Fortbildung.

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Session: Es gibt wesentlich mehr kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten, als man glauben mag. Und manchmal ist die beste Art und Weise zu lernen: Einfach mal machen.

Session 8 – Online-Kurse in Facebook-Gruppen

Die achte Session, an der ich teilgenommen habe, wurde von einer professionellen Speaker-Trainerin geleitet. Es ging nicht, wie ursprünglich von mir angenommen, um eine Reihe von Empfehlungen, in welchen Facebook-Gruppen es gute Schulungen gibt, sondern mehr um eine Art Vorstellung eines neuen Konzeptes. Höchst interessant und wirklich großartig vorgetragen.

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Session:Facebook-Gruppen können, wenn sie richtig gehandhabt werden, eine tolle Plattform für Fort- und Weiterbildungen sein. Wenn der / die Speaker/in sympathisch ist, ist die Aufbereitung des Vortrags kaum noch von Bedeutung.

Session 9 – Corporate Community Management in der selbstorganisierten Arbeitswelt

Am Sonntag gab es auch wieder ein sehr leckeres Mittagessen. Anschließend ging ich zu meinem neunten Block an diesem Wochenende. Diese Session war eine Austauschs- und Ideenrunde für Corporate Community Management in der selbstorganisierten Arbeitswelt. Wir versuchten herauszufinden, welche Aufgaben ein potenzieller Mitarbeiter in dieser Position zu bearbeiten hätte und wie das Konzept der Selbstorganisation den Austausch auf bestimmten Fachgebieten erleichtern könnte.

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Session: Meiner Meinung nach sorgen Hierarchien – so flach sie auch sein mögen – nicht nur für Schutz und Absicherungen, sondern auch zu einem großen Teil für Struktur und Ordnung.

Session 10 – Künstliche Intelligenz ~ wie kann man KI erklären?

Meine letzten Session an diesem Wochenende befasste sich mit dem Thema künstliche Intelligenz. Auch hierbei handelte es sich um einen Austausch. Genauer gesagt bat die Speakerin um Rat, wie ein großes Unternehmen (für das sie arbeitet) künstliche Intelligenz den Menschen, die sich mit dem Thema nicht auskennen, näher bringen könnte

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Session: Künstliche Intelligenz ist ein sehr interessantes Thema und es gibt viele Bezüge auf KI, die im ersten Moment absurd klingen, im Endeffekt aber sehr viele Aussagen über die Programmierer von KI aussagen – z.B, Künstliche Intelligenz und Sexismus.

CCB18 Sponsoren Growth Up

Das Ende

Abschließend kann ich sagen, dass ich mein erstes Barcamp total toll fand und es eine Erfahrung für mich war, die ich gerne wiederholen werde. Der ganze Aufbau und das System dahinter hat mich sehr fasziniert und das Organisations-Team vom Community Camp hat wirklich eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt – Vielen Dank dafür.